Sturmschaden am Dach dokumentieren
Nach einem Sturm fehlen Ziegel, Bleche haben sich gelöst oder die Dachrinne hängt. Für die Versicherung zählt, dass der Schaden schnell gemeldet und nachvollziehbar dokumentiert ist. Auf das Dach steigen sollten Sie dafür nicht.

Erst die Sicherheit
Lose Ziegel und Bleche können noch Tage nach dem Sturm herabfallen. Sperren Sie gefährdete Bereiche ab und steigen Sie nicht selbst auf das Dach oder eine Leiter. Akute Gefahren sind ein Fall für die Feuerwehr oder einen Dachdecker.
Den Schaden festhalten
Halten Sie den Zustand fest, bevor etwas repariert oder weggeräumt wird. Hilfreich ist eine Mischung aus Übersicht und Details:
- Übersichtsbilder, die zeigen, wo am Gebäude der Schaden liegt
- Detailaufnahmen der beschädigten Stellen
- Datum und Uhrzeit des Sturms und der Aufnahmen
- Folgeschäden innen, etwa Wasserflecken an Decken
- Herabgefallene Teile, die Sie aufbewahren, bis die Versicherung sie gesehen hat
Die Versicherung informieren
Sturmschäden am Gebäude sind meist Sache der Wohngebäudeversicherung. Melden Sie den Schaden umgehend und reichen Sie Ihre Dokumentation ein. Viele Verträge setzen für einen Sturm eine bestimmte Windstärke voraus. Was genau gilt, steht in Ihren Versicherungsbedingungen.
Dieser Artikel ist keine Rechts- oder Versicherungsberatung. Im Zweifel klären Sie die Einzelheiten direkt mit Ihrer Versicherung.
Folgeschäden vermeiden
Als Versicherungsnehmer sind Sie in der Regel verpflichtet, größere Folgeschäden zu verhindern, soweit das zumutbar ist. Eine provisorische Abdeckung durch einen Dachdecker kann Regenwasser abhalten. Bewahren Sie Rechnungen und Belege für solche Notmaßnahmen auf.
Mit der Drohne: ohne Leiter, ohne Gerüst
Die Drohne fotografiert das Dach aus nächster Nähe, ohne dass jemand hinaufsteigen muss. Sie erhalten Übersichtsbilder und Detailaufnahmen, nachvollziehbar geordnet, die Sie an Versicherung und Dachdecker weitergeben können. Geflogen wird, sobald der Wind nachgelassen hat.


